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Gründlinge (Vermehrung)

Dieses Thema im Forum "Das Aquarium" wurde erstellt von QMomI, 4 August 2008.

  1. QMomI

    QMomI Guest

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    Hier mal eine Frage an andere Teich-Besitzer:

    Wir haben leztes Jahr in unseren kleinen Gartenteich (ca. 2.500 - 3.000 l) 5 Bitterlinge gesetzt und von einem Bekannten 10 Gründlinge bekommen. Dieses Jahr haben die Gründlinge haufenweise Nachwuchs bekommen, in fünf Schüben (schätze ich mal nach der Größe) insgesamt etwa 80 - 100 Stück. Das dürften wohl schon deutlich zu viele für diese Teichgröße sein - natürliche Feinde haben sie nicht. Wir füttern nicht zu, aber es geht trotzdem allen prächtig.

    Nun meine Frage: "Wissen" die Gründlinge, dass der Lebensraum irgendwann mal zu klein wird und hören auf, sich zu vermehren? Oder machen sie fröhlich so weiter?

    Theoretisch haben wir genug Seen in der Nähe, in die wir den "Überschuss" umquartieren könnten, aber das ist ja auch nicht das Gelbe vom Ei......

    Ich hoffe, jemand hier kann mir diese Frage beantworten, denn in Büchern - zumindest in meinen - hab ich nix gefunden, und mit googlen bin ich auch nicht wirklich weiter gekommen.
     
  2. ghostcat

    ghostcat Sehr aktives Mitglied

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    4 Oktober 2007
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    D - 17192 Waren (Müritz)
    Huhu,

    als leicht gefährdete Art

    KLICK

    ist es vielleicht für die Umweltbehörde bei euch interessant. Wenn du jetzt "nur" 100 Nachwuchstiere hast sei froh. Das können auch mal schnell 3000 Eier sein. Das mit den Schüben ist auch richtig. Vielleicht sind aber auch schon welche gefressen worden.
    Ich weiß es nicht genau, aber ich glaube nicht das unsere einheimischen Tiere an die Größe des Gewässers anpassen und so ihre Vermehrung einstellen.
    Wenn ihr nicht füttert, könnte das geringe Nahrungsangebot auch allein sein Ding dazu tun, das es nicht zu viele werden.

    Wie kompliziert wäre denn das wieder rausfangen?

    NDT
    ghostcat (Thomas)
     
  3. QMomI

    QMomI Guest

    Völlig unkompliziert, die sind sehr neugierig ;)

    Der Bekannte, der sie uns mitgebracht hatte, setzt seine Jungen immer in die Obererft, ich würde meine lieber in einen großen See setzen, falls es nötig ist.

    Merkwürdig, auf deutschen Seiten wird nirgends erwähnt, dass die Art leicht gefährdet ist, im Gegenteil, sie werden ja sogar als Futterfische beim Angeln benutzt, und man bekommt sie in jedem Gartencenter zu kaufen. Aber das ist ja nicht mein Problem......

    Ich danke dir auf jeden Fall für deine Antwort!

    LG, QMomI
     
  4. silver

    silver Sehr aktives Mitglied

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    Beiträge:
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    sorry mal Offtopic, aber zur Info: der link sagt, dass Gründlinge in die Kategorie "Lower Risk" eingeordnet werden - sprich sie sind nicht gefährdet. als unterkategorie sagt das "lc" (=least concern) aus, das sie nicht mal naturschutz nötig haben ;)
     
  5. ghostcat

    ghostcat Sehr aktives Mitglied

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    D - 17192 Waren (Müritz)
    Huhu,

    Danke Bianca ;) ich hab das als leichtes bzw. niedriges Risiko verstanden. Arten stehen doch auch eigentlich nur auf der Liste wenn eine Gefahr besteht. Ich würd sie, jetzt egal ob Schutz oder nicht, nicht einfach irgendwo aussetzen.

    NDT
    ghostcat (Thomas)
     
  6. Sylvie

    Sylvie Sehr aktives Mitglied

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    Hast du nicht vielleicht die Möglichkeit, den Nachwuchs zu verschenken an andere Teichbesitzer? Evtl. kannst du ja eine Anzeige schalten oder so.
     
  7. silver

    silver Sehr aktives Mitglied

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    25 August 2006
    Beiträge:
    2.502
    die Aussage "eine Art steht auf der roten liste" ist eher umgangssprachlich.... es stehen fast alle wildlebenden arten auf der liste, nur halt verschiedenen kriterien zugeordnet - von nicht gefährdet bis zu ausgegestorben. selbst Mus Muscus (Hausmaus) steht auf der roten liste und die ist wohl kaum gefährdet :D (steht unter der gleichen kategorie wie gründlinge)


    jetzt mal zu moms frage;) :

    also ich kann keineswegs aus erfahrung reden, aber jetzt mal so rein theoretisch: Tiere können eigentlich nicht von sich aus merken, dass ihr Lebensraum so stark begrenzt ist. Populationen reduzieren sich in der Natur durch Futtermangel, hohes Feindvorkommen oder wenn das Habitat in einer anderen Form suboptimal ist. Kleinst Habitate können nur von den wenigstens Arten selbst reguliert werden, da sie in der Natur nur selten vorkommen.
    Bei dir würde das heißen: die viehcher vermehren sich wie sonst was - wenn du sie einfach machen lässt, wird irgendwann das Futterknapp, dadurch sterben wieder einige. wenn du glück hast reguliert sich das ganze dann nach einiger zeit, dass DANN ERST weniger Nachkommen gezeugt werden. Das ist aber reine theorie - also ob sie wirklich irgendwann die situation selbst regulieren können ist fraglich....
     
  8. ghostcat

    ghostcat Sehr aktives Mitglied

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    D - 17192 Waren (Müritz)
    Morgen,

    eine Massenvermehrung solltest du aber trotzdem verhindern bzw. den Überschuss rausnehmen. Viele Tiere viel Abfall.
    Ist euer Teich gefiltert oder läuft der so?

    NDT
    ghostcat (Thomas)
     
  9. QMomI

    QMomI Guest

    Ja, wir haben eine Teichpumpe, da wird das Wasser irgendwie durch eine UV-Lampe bzw. darunter her geleitet.

    Ich denke, die Wasserqualität ist gut. Das Wasser ist sehr klar, auch wenn wir an den Seiten ein paar Algen haben, die ich aber nicht mal so schlecht finde - sieht immer noch besser aus als die olle Folie. Wir haben drei Schneckenarten, vier verschiedene Libellen legen momentan fleißig ihre Eier an den Pflanzen ab, Rückenschwimmer tummeln sich, und von irgendwo her ist auch ein Teichfrosch gekommen.

    Im Moment scheint der Fischbesatz also nicht dramatisch. Nur aufhören sollten sie jetzt......
     
  10. ghostcat

    ghostcat Sehr aktives Mitglied

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    D - 17192 Waren (Müritz)
    Hey,

    hört sich doch gut an. Algen sind an sich auch nur Pflanzen. Nur wenns zuviele sind, ist es schlimm.
    Wenn dich die Gründlinge stören, würde ich bei Gelegenheit welche rausfangen. Ob sie wegen der Enge des Gewässers, mit dem Laichen/Vermehren aufhören, würde ich nicht testen wollen.

    Kannst ja weiter berichten.

    NDT
    ghostcat (Thomas)
     

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