Bonnie musste ich teilweise - sehr mild! - barfen.
Sie brachte 2005 eine heftige Giardieninfektion aus Spanien mit. Das sind dicke Bakterien, die Löcher in den Darm beissen und für schleimige, blutige Durchfalle sorgen, zu Anfang konnte das durchaus bis zu 10 Mal in der Stunde erfolgen.
Gegen Giardien, die man in Deutschland noch nicht gut kannte, gab es damals noch kein wirklich gutes Mittel. Sie wurden weitgehend mit Metronidazol behandelt ( für Hunde NICHT zugelassen) , was den geschädigten Darm noch mehr ruinierte.
Jedenfalls, diese Giardien lieben eins: nämlich Kohlenhydrate. Also: Kartoffeln, Mais, Weizen, Brot, etc.
Davon werden sie dick und fett und können um so besser zubeissen.
Ich durfte also Bonnie mit Barf-Rindfleisch ( fein) füttern, mit Hühnerleber und Hühnerflügeln*, alles frisch.
Knochen, wie bei Barf erlaubt, vertrug sie gar nicht. Als ich ihr einmal einen halben Barf-Putenhals roh gegeben hatte, musste ich mit ihr zum Tierarzt, weil sie den nicht verdauen konnte.
Es war, bis zu ihrem Lebensende, immer ein heikler Weg, was sie vertragen konnte und was nicht.
Trockenfutter schied für sie ohnehin aus, denn da stecken zu viele Kohlenhydrate drin.
Es war, als sie längst von den Giardien geheilt war, als hätten sich ihr Darm und ihr Körper gemerkt, was einmal für sie schädlich war.
Eine gute Alternative bildeten später ( als es sie endlich gab) diese Dosen mit 100 oder 90 % Fleisch.
Tino hingegen liebte selbstgekochtes! Hach: Kartoffeln mit Resten vom Gulasch, mit Bratensauce und etwas Blumenkohl! Oh, boah! Welche Köstlichkeit! Bonnie mochte auch selbstgekochtes, aber für sie musste ich die Kartoffeln weitgehend rausnehmen. Sonst war es für ihren Darm nicht gut, und sie verweigerte sie auch. Zur sehr großen Freude des Tino! *lach* Der ihre Napfreste gerne auffutterte.
So müssen wir uns wohl immer wieder den Bedürfnissen unserer Hunde anpassen.
Mein jetziger Kurzer, der Aladin, er verträgt alles. Er bekommt morgens ein Viertel gute Dose, und abends Frischfleisch oder selbst gekochtes oder Geflügelwurst. Tagsüber gibt es für ihn auch Leckerchen aus der Trockenfuttertüte. Ich bin froh, dass der so unempfindlich ist!
Oben habe ich mal ein * ( Sternchen) gesetzt, zu dem will ich jetzt was sagen:
Ich selber kann kein Hühnchen oder Hühnerfleisch mehr essen! Es ekelt mich!
Ich weiß nicht, was mit den gezüchteten Hühnern in den letzten 15 Jahren passiert ist, als Nahrung widert mich ihr Fleisch jedenfalls an.
Ich habe gestern noch ein Maishähnchen im Backofen gemacht, auf einem Bett aus Gemüse. Der Sohn hat die Hälfte davon bekommen. Ich habe daran herumgeknuspert und wollte die weiße Brust eigentlich heute mittag mit Mandarinen ( aus der Dose) und Mayonnaise zu Brötchen essen. Ich habe es nicht runterbekommen. Irgendwas muss mit den Hühnern sein, dass man sie nicht mehr essen kann.
Geli